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Königreich MUSTANG TEIL 3

Dienstag, 8. November 2011


Nach dem Erschöpfungs-Tiefschlaf erwartet uns am nächsten Morgen eine angenehme Überraschung.Nicht nur ,dass wir Minus 20 Grad bei strahlendem Sonnenschein um 7 Uhr früh erleben, sondern keine schmalen Pfade, keine Abgründe- unser Weg führt , leicht ansteigend über ein Hochplateau zum nächsten Pass in gut 4000 Metern Höhe.
Hin und wieder begegnen wir Hirten mit mageren Schafen und einmal einer kleinen Handelskarawane mit Pferden, Yaks und Eseln, die Waren zu den einsamen Dörfern brachte. Bevor die Chinesen den Seeweg nach Indien entdeckten, war dieser schwer begehbare die Seiden- und Salzstraße zwischen Indien und China. Hier sind vor tausend Jahren mit Reichtümern beladene Karawanen entlang gezogen und es fällt uns nicht schwer zu erkennen, dass sicherlich nicht alle ihr Ziel erreicht haben bei der Beschwerlichkeit des Weges.
Weiter geht unser Weg in ständigem Auf und Ab über steile Pässe und tiefe Canyons. Auf einer Passhöhe haben wir einen weiten Blick nach Süden über die windgepeitschte Wüstenlandschaft. Kaum vorstellbar, dass nur 70 Kilometer weiter südlich die niederschlagreichste Region des Landes liegt, wo in allen Grünschattierungen die üppigen, duftenden Regen-und Rhododendronwälder am Ghoropani-Pass gedeihen.Die Rhododendron-Bäume sind bei ihrer Höhe bis zu 20 Metern für uns sehr eindrucksvoll gewesen. Die Hauptkette jenes Gebirges^,an dem der Monsun sich abregnet, ragt gestochen scharf in Himmel, mit Annapurna I, Tilicho und Nilgri.
Im nächsten Dorf machen wir Rast in einer Hütte, in der wir auch übernachten können.Später abends st0ßen noch ein Amerikaner und seine thailändische Frau dazu, die in der Nachbarhütte übernachten wollen.
Nachts um 3 Uhr klopft es heftig an die Tür unserer Hütte . Der Amerikaner, Projektplaner einer Gesellschaft für U-Bahn Bau in Bangkok, bittet uns dringend die Tür zu öffnen, es handele sich um einen Notfall. Wir Ärzte fühlen uns verpflichtet, aufzustehen um nachzusehen, was dort in der anderen Hütte los sei und gehen im Licht unser Taschenlampen zur anderen Hütte. Der Amerikaner führt uns zu seiner thailädischen Frau, die in den letzten Stunden zunehmend verwirrt sei, entsetzliche Kopfschmerzen habe und der es immer schwerer falle, Luft zu holen. Beim Abhören der Lunge finden wir ein ausgeprägtes Lungenödem. Auf Nachfragen erfahren wir , dass die Frau seit mindestens 24 Stunden kein Wasser gelassen hat. Die Diagnose ist klar:Höhenkrankheit.Man kann den tödlichen Ausgang mit Medikamenten nur verzögern, nicht verhindern. Die einzige rettende Therapie ist das Heruntersteigen unter die magische Höhe von 2500 Metern. Wir injizieren der Frau große Mengen Kortison, die das Hirn-Lungen-und Nierenödem abschwellen lassen, und verabreichen ihr anschließend erhebliche Dosen an Diuretika, die die Urinproduktion in Gang setzen sollen.
Gleichzeitigwird ein Maultier herbeigeschafft, das die erschöpfte ,schwerkranke Frau schnellstmöglich nach Jomoson und wenn möglich, weiter unter die 2500 meter Grenze transportieren soll.Im Morgengrauen setzt sich diese Karawane talabwärts in Bewegung.Wir geben alle notwendigen Medikamente mit . Mehr kann man nicht machen.
Wir selbst haben als Prophilaxe schon im Tal Diamox eingenommen und dieses täglich wiederholt.Ein unheimliches Kribbeln in Füßen und Händen gab es dann für kurze Zeit und wir mußten pinkeln,pinkeln,pinkeln! Aber keiner von uns hatte Probleme mit der Höhe.
Über die Dörfer Ghilling und Gemi erreichen wir nach insgesamt 5 Tagen strammen Marschierens den Königssitz LHO MANTANG.
www.dach-der-welt.de/gb-mustang.htm
Bereits aus der Ferne sehen wir die etwa 6 meter hohen Lehmmauern, die das Dorf vor räuberischen Überfällen schützen sollen.
Wir gehen an einem schmalen ,vereisten sickergraben entlang, die Temperatur auf dem Boden minus 15 Grad.
In einer Höhe von gut 4ooo Metern über dem Meer gelingt es den Bauern, auf ein paar Feldern einigermaßen ausreichende Erträge für das Überleben zu erwirtschaften, wobei wir erfahren,dass Hungersnöte je nach Witterung immer wieder vorkommen.
Hier mitten im Nichts, dem Himmel näher als dem Rest der Welt, entwickelte sich seit dem Jahr 1380, als ein aus Westtibet stammender Edelmann sich hier niederließ, eine Königsresidenz.
Der Palast, besteht wie alle Häuser, aus weissgetünchtem Lehm, krumme und schiefe Wände zeigen, wie schwer sich das Material verarbeiten läßt und wie es in Witterung arbeiten muss.Die Visionen und Inspirationen der Menschen haben hier vor vielen Jahrhunderten wunderschöne, kunstvoll gestaltete buddhistische Klöster, die Gompas erschaffen.Die Versammlungshalle mit 28 massiven Säulen aus alten Baumstämmen ist eine architektonische Meisterleistung. Wir können uns nicht vorstellen, wie die wuchtigen Baumstämme über diese beschwerlichen ,schwierigen Pfade so weit oberhalb der Baumgrenze transportiert worden sind.

Mustang ist das Land der Zeitlosigkeit, abgeschnitten von der Welt,die sich , wie im Delirium immer weiter, schneller, effezienter entwickelt und dabei ist, der Menschheit notwendigste Lebensgrundlagen zu zerstören. Mustang, ein winziges Königreich von nur 3573 Quadratkilomtern, versteckt hinter Bergriesen irgendwo im Himalaya, nah der Grenze nach China.
“Es ist das Land der vollkommenen Glückseligkeit, wo alles Notwendige und Erwünschte vorhanden ist, wo die Untertanen wie Sterne glitzern und der Geist sich am Anblick des Königs ergötzt”, so steht es in alten Manuskripten,die in den Gompas des Königreiches verwahrt werden .
Bei Einbruch der Dunkelheit wird uns bewusst, dass die Königsresidenz kein elektrisches Licht hat. Fließendes Wasser kommt aus den Bergbächen. Die überlebensnotwendige Wärme in den bitterkalten Nächten spenden den Menschen auch hier die YAKS. Noch sind Touristen in Mustand so rar, dass wir am nächsten Tag eine Audienz beim König erhalten. Auf dem Weg zum Palast kommen uns die Bürgermeisterin von Los Angeles und der US-Botschafter entgegen.In einem kurzen small talk erfahren wir, dass die USA an einem Restaurierungsprogramm für Gompas und Klöster arbeiten.
Der Köig Jigme Palbar Bista, 63 Jahre alt, ist der 25. direkte Nachkomme des Dynastiegründers. Jeden Tag steht er vor der Dämmerung auf und meditiert oft länger als 1 Stunde. Anscchließend fegt er die bösen Geister aus dem Haus und geht Gebete murmelnd mehrmals um die Stadtmauer - genauso, wie es seine Vorfahren über 600 Jahre lang getan haben.
Nun thront er auf Schaffellen vor uns im Lotussitz, kerzengerade, den langen, sorgfältig geflochtenen Zopf über die Schulter gelegt, eine Gebetskette in der Hand.Unter den buddhistischen Symbolen und Fahnen entdecken wir auch einen in Folie eingeschweißten Wimpel des FC Bayern München. http://www.fcbayern.telekom.de/
Jeder von uns überreicht dem Ragja einen weißen Katak als Gastgeschenk. Es wird Tee in gutem Porzellan gereicht und wir sprechen über Poltik, Medzin und die Zukunft des Reiches nach der Öffnung für Touristen seit 1992. Wir sind die Gäste 702-707 in 4 Jahren und haben für das Permit jeder 700 US Dollar bezahlt.
Das ist ein lohnender, sanfter Tourismus. Nach geraumer Zeit werden
wir verabschiedet und der König überreicht jedem von uns einen Katak.
Am nächsten Morgen werden wir festlich geweckt durch atonale Trompetenklänge und Trommelrythmen des im Hause wohnenden Mönches. Heißer Tee, Porridge und eine Art Landjäger geben uns die Kraft für den Rückweg in die Niederungen der Zivilisation. Wieder geht es über die Geröllberge, Kiesberge, Sandberge, Schlammberge und Felsenberge des Königreich Mustang. Über uns im stahlblauen, wolkenlosen Himmel segeln Schneegeier durch die Lüfte, so groß, dass es auch Segelflugzeuge sein könnten.
Die eisgen Winde des Kali Gandaki blasen uns gelben, feinen Staub ins Gesicht, der das ohnehin schwere Atmen manchmal zur Qual werden lässt. Auf den Anhöhen bieten sich unglaubliche Ausblicke auf die Himalayariesen, denen man die lebensbedrohenden Gefahren, die sie für den Kletterer bergen, nicht ansieht. Die Landschaft ist groß, sie wirkt in ihrer Weite unberührt und unberührbar. Sie macht den Menschen stiller, bescheidener und dankbarer.
Dieses Gefühl brennt sich in Mustang tief in die Seele ein. Noch heute, Jahre danach, ist es in mir wach. Ein Gefühl der Stille und der Ehrfurcht vor der Natur, dem Wesen dieser freundlichen, bescheidenen Menschen, die uns unterwegs immer wieder ihre Gastfreundschaft schenkten.
Wieder in Jomosom treffen wir die Frau, der wir bei der Höhenkrankheit Erste Hilfeleisteten, wohlauf und gut erholt. Ausgeglichen und bester Dinge kehren wir in den Alltag zurück.

“Mustang” Teil 2

Sonntag, 18. Oktober 2009

xuri

In der dünnen und deshalb sauerstoffarmen Luft starten nicht ideal adaptierte Menschen mit einem eigenartigen Schweregefühl in den Beinen, mit einer als anstrengend empfundenen deutlich erhöhten Atem -und Herzfrequenz und einem leicht dröhnendem Schädel wie nach einer durchzechten Nacht.
Wir alle spüren genau:wir verlassen endgültig das, was man als “Zivilisation” bezeichnet und gehen hinaus in eine andere Welt.
Eine Welt, in der natürliche Lebenstüchtigkeit zählt,wo es auf wirkliche Fähigkeit und Robustheit ankommt.Es ist ganz klar,dass auch die ausdauerndsten von uns nicht annähernd so zäh sind wie die Einheimischen und ihr Führer.
Manche haben sich mangels Schuhen nur ein paar Stofffetzen um die Füße gewickelt,viele sind ohne lange Hosen und damit jedem Wind und Wetter ausgeliefert bei Tagestemperaturen um O Grad und gefrorenen Böden mit Permafrost.
Es gibt hier Hunger,der am Kern des Menschenlebens zehrt.
Dieses Leben ist für unsere Trägergruppe Alltag,denn sie kennen es nicht anders.
Wir ,diejenigen ,die vor 2 Tagen erst dem überernährten Luxus-und Sozialstaat entflogen sind,die wir uns mit http://www.gore-tex.de -Klamotten gegen Wind und Wetter schützen und mit hochkalorischer Sportlernahrung leicht und bequem unseren Hunger stillen:wo stehen wir eigentlich?Wer sind wir eigentlich? Was können wir tatsächlich?Und wie leben wir tatsächlich? Lauter Fragen,die kurz aufflackern und dann vor der tatsächlichen Anstrengung allmählich verblassen.
Mit immer mehr Bewunderung für die Trägerrinnen und Träger,aber auch für Europäer,die hier Soziales verrichten, so z.B. die blinde Sabriye Tenberken mit dem http://www.blinden-zentrum-tibet.de gehen wir unseren Weg, denn der ist das Ziel.
Nach und nach fällt der mentale Zivilisationsmensch von uns ab,nach und nach reinigen sich unsere Gedanken. Der anfangs unangenehmen Anstrengung gewinnen wir allmählich eine wohltuende Lust ab.Wir beginnen uns zu entspannen,sowohl im Geiste als auch in unseren Muskeln und in unserer gesamten Körperhaltung.Langsam und stetig tauchen wir immer tiefer in diese neue reale Wunderwelt ein.Was fasziniert an dem Wenigen,was wir sehen? Eine fast pflanzenlose Welt,allenfalls ein paar vereinzelte,oft vertrocknete Gebüsche.Eine fast tierlose Welt,nur hin und wieder einmal eine Schafs-oder Ziegenherde.Wovon leben diese Tiere?Sie weiden und fressen Dinge , die wir einfach nicht sehen und wahrnehmen.Aber sie leben.Eine fast menschenleere Welt.Es vergehen Tage, an denen wir keinem Menschen außer unserer Karawane begegnen.Nicht einmal Touristen an diesem scheinbar entlegensten Ort der Welt. Über uns im wolkenlosen, blauen Himmel zieht ein Adler seine Kreise.
Die Kargheit der Landschaft nimmt zu und-eine Folge davon?-ihre Schönheit auch.Die Ruhe breitet sich über allem aus und beherscht allmählich auch Gedanken und Gemüt der Wanderer. Niemand will etwas sagen.Es ist nicht nur die Anstrengung, die allmählich Überwindung kostet und uns schweigen läßt.
Es scheint , als hätten alle eine Freude und sogar Lust an der Stille, an der Ruhe. Sie wird gekostet, genossen und gelebt. Als hätte man jahrelang, eine Ewigkeit, auf sie gewartet. Und die Zeit? Sie geht verloren. Man spürt sie nicht mehr. Sie ist nicht existent.Zeit, was ist das? Welchen Nutzen hat sie? Wozu dient sie überhaupt? Warum gibt es sie? Die Zeit hat sich in Nichts aufgelöst und ist verschwunden wie Materie in einem schwarzen Loch des Kosmos.
Irgendwann erreichen wir Tangbe, ein winziges Dorf. Fensterlose Lehmhütten, Menschen und Tiere leben unter einem Dach.Mangels Heizung oder ausreichender Feuerstelle spenden die Tiere den Menschen ihre Körperwärme, vor allem die Yaks.Diese Yaks sind die Lieferanten für das Überleben in dieser Natur für den Menschen. Ihr getrockneter Dung wird zum heizen genutzt, er düngt die kargen Felder und er dämmt in den Hütten gegen diese unerbittliche Kälte in eisiger Höhe.
Wir zelten auf einer Fläche , die durch eine kleine Lehmmauer vor den schneidenden Winden geschützt wird, genießen heißen Tee und ein paar Instant-Nudeln und hocken im Windschatten der Lehmmauer.
Niemand mag reden.Die Gesichter sind zufrieden. Die Sonne verschwindet hinter den riesigen Gebirgen.In der Dunkelheit wird die Stille noch gewaltiger.
Nach einer eisigen Nacht im luxuriösen Daunenschlafsack,dessen Hersteller wohlige Wärme selbst bei minus 25° Celsius verspricht,kostet es Überwindung, den Schlafsack zu verlassen und auch nur für wenige Augenblicke die Kälte zu ertragen.
Wir alle sind bemüht, so schnell wie möglich unsere Hightech-Klamotten anzuziehen, die uns verweichlichte Bürohengste vor der Natur schützen soll. Unsere Begleiter sind sind bereits eine Stunde vor uns augestanden” in order to make you happy”. Mitten im Nichts wurde für uns eine festliche Frühstückstafel gedeckt mit allem, was ein europäisches Herz erfreut. Tee, Kaffee, Kakao, Omelette, Toast, English Marmelade, Honig,Müsli, warme Milch, Cornflakes…. eine Szene wie in einem Werbespot.
Mitten in der Einöde auf dem Dach der Welt sitzen wohlig warm eingepackte Europäer und tun, was sie nicht lassen können:konsumieren.
Nach dem Frühstück gibt unser Bergführer Shandra das Zeichen für den Aufbruch. Die Karawane setzt sich in Marsch. Im Land der praktizierten Gleichberechtigung haben wir auch Trägerinnen. Fünf Mädchen im geschätztem Alter von 16 bis 20 Jahren tragen je drei Rucksäcke. Das Gewicht der Rucksäcke wird sorgfältig austariert,dann werden die Säcke zusammengebunden, über die Schulter gelegt und ein drittes tragendes Band wird um die Stirn gelegt. Dem in der Hocke sitzendem Mädchen wird von einer dritten Person geholfen, auzustehen. Krumm gebeugt unter der Last setzen sie sich in Bewegung. Auf Flip-Flop-Badelatschen oder, wenn sie besonders gut ausgestattet sind , in ein paar alten, oft zu großen Schuhen, die irgendwelche Westler hier gelassen haben. Ich möchte ihnen helfen und am liebsten die Last abnehmen. Fröhlich und ein bisschen verlegen kichernd lehnen sie ab. Sie marschieren einfach los.
Die Schlucht des Kali Gandaki wird enger. An der Westseite türmt sich eine gigantische, unüberwindliche, aus sehr weichem, porösen Sedimentgestein bestehende Felswan auf. Extreme Temperaturschwankungen haben in diesen Koloss kathedralenartige, gotische Säulen gefressen. in schwindelerregender Höhe kann man regelmäßig angeordnete Höhlen entdecken. Wir diskutieren , ob sie menschengemacht oder durch die unablässige Erosion entstanden sind. Die Frage wird nicht geklärt. Weiter marschieren wir über endlose Geröllhalden des weitgehend trockenen Flussbettes und finden immer wieder Muscheln, Ammoniten und Scnecken. Wir versuchen uns vorzustellen, wie vor vielen Millionen Jahren hier ein Meer toste, seichter wurde, austrocknete und der Meeresgrund schließlich und der Meeresgrund schließlich zu einem Gebirge von fast 9000 Metern aufgetürmt wurde. Welch unvorstellbaren Kräfte waren-und sind natürlich heute noch- um uns herum am Werk.
Der Marsch geht weiter. Der scharfe, nie aufhörende Wind und die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht haben in die raue Kulisse der Bergriesen lieblich runde, weiche Formen im Laufe von Millionen von Jahren geschliffen. Wir steigen den Flusslauf des Kali Gandaki weiter bergauf, und irgendwann sprudelt der Fluss aus einer Höhle in einer riesigen, schwarzen Felswand. Hier führt eine wenig Vertrauen erweckende , stark schwankende Hängeseilbrücke über das reißende Wasser. Einer nach dem anderen überquert die Karawane den Fluss und beginnt nun auf schmalen Pfaden den unendlich steilen Berg zu erklimmen.Unser Führer Shandra verspricht uns:”From now on only climbing,climbing, climbing…”. Es ist uns ein Rätsel, wie die Mädchen die 40 bis 50 Kilo schweren Lasten, die ungefähr ihrem Eigengewicht entsprechen, auf diesen mit Geröll übersäten steilen Pfaden hinaufschleppen. In der dünnen Luft atmen wir schwer und fühlen unser Herz bis zum Halse schlagen . Wir haben alle haben ein ungeheures Durstgefühl und ein sehr starkes Verlangen nach Salz. Jeder von uns hat Kopfschmerzen, einige auch mehr oder minder ausgeprägte Konzentrationsstörungen. Wir überqueren mehrere Pässe, an den große Steinhaufen aufgetürmt wurden und über ihnen knattern weiße Gebetsfahnen im Wind.Auf jeder Passhöhe werfen unsere Träger neue Steine auf die Haufen und rufen laut “cho,cho,cho”,um den Göttern ihre Ankunft mitzuteilen.Wir alle sind froh,als wir nach wenigen Stunden ein winziges Dorf erreichen,wo wir rasten.Unsere Begleittruppe ist lange vor uns angekommen und erwartet uns mit köstlich zubereitetem Gemüse, scharfem , salzigen Yakfleisch und amerikanischen Sandwiches aus kaugummiartigem Brot. Mit Heißhunger schlingen wir diese Mahlzeit herunter und trinken anschließend Unmengen an Wasser.

Shandra mahnt zum Aufbruch.Wir wollen vor Sonnenuntergang unbedingt ein kleines Dorf erreichen, wo wir einigermaßen windgeschützt übernachten können.
Weiter schlängelt sich der schmale Pfad an ungeheuren Abhängen vorbei.
Links von uns fällt der Berg in eine scheinbar endlose Tiefe, rechts von uns in kaum einem Meter Entfernung ragt in unendliche Höhe die Felswand empor. Buddha , was sind wir klein. Ich wage es nicht,nach links in den Abgrund zu schauen. Mir ist mulmig.Ich vernehme jeden Herzschlag in meinem Schädel.Ich spüre Angst,echte Angst.Am liebsten würde ich umkehren.Das geht aber nicht,weil hinter mir Träger der Karawane vorwärts drängen.Wir werden quasi geschoben und ob ich willl oder nicht, ich muß weiter. Mein Herz pochtwie wild,ich versuche meine Gedanken abzulenken und nicht an die Gefahr zu denken.Mit ist schwindelig und ich habe weiche Knie.Mal ist der Untergrundfelsig, mal aus Geröll , manchmal auch aus feinstem Pulverstaub, der uns,sobald wir um einen Felsvorsprung biegen, wie tausend Nadelstiche ins Gesicht bläst.Der Weg scheint unendlich.Mit Konzentrationsübungen versuche ich an andere Dinge zu denken,so denke ich an meinen Sohn, der mit uns unterwegs ist und Heimweh hat , weil er mit seiner Liebsten telefoniert hat und sich nicht mehr auf die Schöheit und die Macht dieser gewaltigen Natur konzentrieren kann, das bedaure ich sehr.Ich habe das Gefühl, gegen eine Ohnmacht kämpfen zu müssen.Und es geht immer weiter, immer weiter. Kein Ende des Weges. Nach jedem Felsvorsprung hoffe ich auf eine erlösende, breite, sichere Felsplatte, um auszuruhen. Wie in Trance geht es immer weiter.Irgendwie habe ich mich in mein Schicksal gefügt.Die Angst weicht einem verschwitzt Egal-Gefühl,das weiche Gefühl in den Knien bleibt.Irgendwann erreichen wir ein Hochplateau.Erst hier, auf sicherem Grund , wird mir die ganze Angst, Anstrengung und Gefahr richtig bewusst.Auf einmal schwinden mir die Kräfte,ich muß mich einen Augenblick hinsetzen. Den Anderen geht es ebenso.Vollkommen erschöpft hocken wir am Wegesrand und müssen alle in dieser dünnen Luft erst einmal tief durchatmen. Unser Freund Jens ,der Senior unter uns, erklärt mit hochrotem Kopf und total durchgeschwitzt, dass er für kein Geld der Welt freiwillig hierher gekommen wäre.(Er ist es aber ????)
Dann erinnern wir uns , wie unsere Träger mit schlafwandlerischer Sicherheit , entspannt und fröhlich ihre enormen Lasten hierher raufgetragen haben.
Noch einmal raffen wir uns auf und marschieren in einer Stunde zu dem Ort Samar auf 3550 Metern Höhe.In der Abendsonne glänzt wie ein Edelstein das wuchtige Anapurnamassiv.An unserem Etappenziel angekommen will niemand viel sagen. Unter mönchischem Schweigen essen wir. Es gibt einen Whisky als Digestiv,der mir sofort massiv zu Kopfe steigt und gemeine Schwindelgefühle auslöst.Olav und Jens schlafen mit dem Glas in der Hand ein. Total erschöpft, mit einer Mischung aus Glücksgefühl nach vollbrachter Leistung und noch in den Gliedern sitzender Angst krieche ich in meinen Schlafsack. Selbst der schreckliche Gedanke, die Strecke bald wieder zurückmarschieren zu müssen, kann einen traumlosen Tiefschlaf nicht verhindern.

Königreich Mustang Teil 1

Donnerstag, 4. Juni 2009

Die Reise in das Unendliche
oder wo liegt Shangri La ?

Welcher Ort der Welt ist heute noch exotisch ? Wo kannst du noch wirklich ungewöhnliche Abenteuer erleben ? Der
Gipfel des Mt. Everest ? Pech gehabt,nachdem du dein Zelt im Basiscamp aufgeschlagen hast,das im Müll zu ersticken droht,erwartet dich auf dem Weg nach oben Staus und Stoßverkehr.Selbst New Yorker Schicki-Micki-Tanten wurden bereits mit aktuellen Modezeitschriften am Berg gesichtet,auf dem Sprung zum Gipfel,der einst das große Ziel für reisende Entdecker war.Fast jeder Platz auf dieser Welt ist in der heutigen Zeit erreichbar,nicht selten genug bereits als Pauschalangebot eines Touristikunternehmens.
Wo liegt heute der Ort der letzten großen Abenteuer?Wo finden wir das geheimnisvolle Shangri-La,das jeder Mensch,den Geist und Phantasie im Leben vorantreiben,im Kopf und im Herzen hat? Wo kann man noch Sternstunden erleben,wenn schon nicht,wenn schon nicht als Entdecker,so doch in unserer ganz persönlichen Lebensgeschichte.Der letzte Ort,wo solche Abenteuer und den Horizont erweiternden Entdeckungsreisen noch möglich sind,ist unser Kopf,unser Geist,unsere Phantasie.
Wer die Leistung eines Columbus oder eines Marco Polo wirklich verstehen und vielleicht sogar neu bewerten will ,für den kommt es auf etwas anderes an:Dass er wirklich eines Tages den Hintern hochkriegt,spart,plant,packt und mit wachen Sinnen reist.Wir sind im Herzen Entdecker und Abenteurer geblieben,Touris sind immer die Anderen.
Im Herbst verließen sechs Männer unterschiedlichen Alters und Charakters-darunter 3 Ärzte-das an seiner Zivilisation leidende Europa,um das unbekannte,gerade erst aus seiner politisch-militärischen Abkapselung entlassene Königreich Mustang zwischen Nepal und Tibet aufzusuchen.In Meyers Lexikon findet man über Mustang 5 Zeilen.
Dieses Ziel übte auf die kleine Expedition jenen magischen Reiz aus,dem abenteuerlustige Menschen nicht lange widerstehen können.Mustang! Wer kannte schon Mustang? Oder seinen originalen Namen Lho Mantang?
Eins war uns klar:Mustang erreicht man nicht mit dem Flieger,nicht per Schiff,nicht mit dem Auto oder Reisebus.Mustang erreicht nur,wer bereit ist,schier unendliche Strecken zu laufen durch das steinige ,halbausgetrocknete Flußbett des Kali Ghandaki ,das in der Zeit der Schneeschmelze zu einem gwaltigen Urstrom anschwillt und im Herbst fast ausgetrocknet die versteinerten Zeugen der Vergangenheit preisgibt.
Man findet auf dem Weg nach Lo Mantang in allen Farben leuchtende Muscheln,Schnecken und anderes Seegetier-auf 4000 Mtr. über dem heutigen Meeresspiegel , denn dieses Gebiet lag einst unter dem Meeresspiegel ,aber das ist keine wirklich neue Erkenntnis.Geologen wissen,dass hier vor ca. 55 Millionen Jahren ,für Götter und Geologen gar nicht allzu langer Zeit also,die indische auf die eurasische Kontinental-Platte traf und das Himalaya-Gebirge auffaltete.Über erdgeschichtliche Wunder kann man sich auch in den Alpen oder auf den Kanaren erfreuen. Im Himalaya gibt es ein kulturelles Abenteuer obendrein.Denn in einer der Falten im Erdmantel versteckt sich Mustang.
Wir verließen das koloniale Luxushotel in der 1300 Jahre alten,heiligen
Stadt Kathmandu.Früher ein gesundes,organisches Gemeinwesen,stöhnt Nepals Hauptstadt heute unter überbrodelndem Straßenverkehr und seinen Abgasen.1 halbe Million Einwohner,im Ballungsraum des Tales auf 1300 mtr. Höhe eine Million-oder mehr? Armut, Lärm und Getriebe,Touristen,Backpacker aus aller Welt,alle mit dem Blick in die Berge gerichtet,denn das ist das Ziel.
Dieses war unser Sprung in eine andere Welt:Morgens abgeflogen über den hochglanzpolierten,in den Himmel ragenden Frankfurter Finanzpalästen und 11 Stunden später in einer anderen,alten Zivilisation,deren Würde und Schönheit unter CO² und Müll gelitten hat, aber noch nicht umgekommen ist.
Tags darauf flogen wir mit einer uralten,klapprigen Propellermaschine
von Khatmandu weiter nach Pokhara im Westen Nepals.Von dort ging es in einem fast ausgemusterten russischen Helikopter,einem echten Seelenverkäufer der Lüfte ,nach Jomosom (2750 mtr.hoch) im Norden,direkt am Rande des schwer zugänglichen Hochgebirges. Es ist der letzte Ort der Region ,der noch mit dem Hubschrauber angeflogen werden kann.Darüber wird die Luft zu dünn. Von Jomosom aus starteten wir ,gewissermaßen zum Eingewöhnen,einen nur vierstündigen Marsch nach Kagbeni,der Grenzstation zum Königreich Mustang,einer selbstständigen Provinz Nepals.
Hier die erste Übernachtung auf 2800 Metern Höhe in einem winzigen Holzverschlag ohne Heizung und ohne Toilette bei minus 20° Celsius.Hier lernen wir auch unsere 17-köpfige Trägerkarawane kennen,die bei solchen Reisen Standard ist .Shandra,der stets gutgelaunte Sherpa,ferner ein etwas schüchterner Polizist,zwei Köche und 13 Träger für Zelte,Lebensmittel und unsere Rücksäcke.Auf eigene Faust zu reisen,läßt der Staat nicht zu.Touristen auf der Suche nach dem Abenteuer sind die wichtigste Devisenquelle in einem der ärmsten Länder der Welt.Wir bezahlen den Polizisten,der uns überwachen und beschützen soll,die Führer,Träger und Köche,die mit solchen Touren ihren kärglichen Lebensunterhalt verdienen.

Nepal läßt maximal 200 Trecker pro Jahr in dieses verwunschene Paradies hinein-im Gegensatz zu den Bergsteigern,die zu Tausenden ins Hochgebirge gehen.Alle Trekkingkarawanen müssen dabei alles Lebensnotwendige wie Nahrung,Brennstoffe selbst mitnehmen und müssen auch die Abfälle und Verpackungen wieder mitnehmen.
Die zurückgebrachte Abfallmenge wird kontrolliert,damit niemand etwas “vergißt”.Man hat aus dem Bergtourismus gelernt.
Am nächsten Morgen Aufbruch in aller Hergottsfrühe mit den allerersten Sonnenstrahlen. Eine schneidende Kälte dringt tief in alles ein,was nicht gut eingepackt ist.Der dünne,aber warme Tee wird zur Wohltat und an dem Becher kann man sich die Hände wärmen.Die Trägerkarawane steht innerhalb weniger Minuten bereit,und es geht los durch das Flussbett des Kali-Gandaki, des “schwarzen Flusses” am Fuß des Annapurna, eines der höchsten Bergmassive der Erde.Die Karawane folgt Shandra über trockenliegende Sandbänke und endlose Geröllhalden des mehrere hundert Meter breite in die Berge eingefressenen Flußbettes, daß streckenweise bis zu 3 km breit ist und sich dann wieder zum tiefsten
Canyon der Welt verengt.Zwischen Kalopani und Largung ist man 2540 Meter über NN auf der Sohle des tiefsten Tals der Welt,nämlich ca. 5,6 km unter dem Gipfel des Dhaulagirs (8167 mtr.),wobei der Dhaulagiri im Westen und Annapurna im Südosten an dieser Stelle nur 35 km voneinander entfernt sind. Sehr eindrucksvolle Bilder gibt es unter http://www.geo-reisecommunity.de sowie http://www.nepal-dia.de
Mustang ist wahrscheinlich das einzige Land der Welt, welches über keinerlei Strassen verfügt.Aller Handel und Austausch findet auf Trampelpfaden oder in ausgetrochneten Flussbetten statt.

Stiftung Warentest ?

Samstag, 16. Mai 2009

Wenn die Stiftung,wie jedes Frühjahr,warum eigentlich nur dann,einen Bericht über Fahrradhelme und Fahrräder abgibt,wie natürlich auch der ADAC jährlich zum Start der sogenannten Saison sich nicht zu schade ist, in das jährliche Fahrradhorn zu stoßen,sind natürlich auch alle TV-Sender fleißig dabei,ihre unqualifizierten Beiträge zu liefern und so den TV-Tag zu füllen.
So,zuerst die Stiftung und damit Herr Jürgen Tewes! Jeder,der mit Technik zu tun hat,weiß das viele Teile von vielen Zulieferern zum Endprodukt zusammen kommen.
Das heißt,daß ein Lenkerbruch,so schlimm er auch sein mag,nichts über die Qualität des Fahrrades aussagt und somit dieser letzte Test weder fair noch richtig ist.Wenn der Lenkervorbau bricht,dann kann die Stiftung ja sagen,wer der Hersteller dieses Lenkers oder des Vorbaus ist,HerrTewes,und sie müssen nicht ein aus vielen Einzelteilen von diversen Lieferanten zusammen gestelltes Produkt zerreißen. Das ist unprofessionell und ich erwarte von Ihnen eine Stellungnahme.
Nichts ist schlimmer,als Stellungnahmen von Ingo Nommsen über Fahrräder oder Dunja Haylali über Fahrradhelme zu hören,die wirklich keine Substanz haben und die Verbraucher,insbesondere die Älteren nur verunsichern,weil Sie beim Früstücksfernsehen etwas aufschnappen,was Mister Schlaumeier so in die Welt setzt.
Auch das Interview eines Hamburger Fahrradhökers macht die Situation nicht besser.Besser wäre es vermutlich, Herrn Pardey von der FAZ zu einem Statement über Fahrräder zu bitten,um sachliche Aussagen zu bekommen.
Da es in Deutschland laut Statistik 75 Mio Fahrräder geben soll,werden die meisten auch wissen,welchen Rat /RAD sie annehmen
Bild dir deine eigene Meinung !
Mit freundlichen Grüßen
Jens

Mein Wein aus der Drogerie

Samstag, 9. Mai 2009


Mein Wein kommt aus der Drogerie und aus Weinschläuchen.Jahrelang habe ich mir von meinem Weinhändler jeden Wein beschreiben lassen, blumige Worte,wie z.B.feine Säure im Abgang,sehr fein und zart,schnörkellos und sanft,frisch und mild und leicht am Gaumen,besonders gut zu diesem oder jenem Essen und so weiter,usw.
Ich muß jetzt zugeben, so richtig verstanden habe ich diese Beschreibungen nie und meistens habe ich diese Texte auch vergessen, bevor die Flasche geöffnet war. Die einzigen Begriffe,die mir und meinem Gaumen geblieben sind, heißen trocken oder lieblich und so wähle ich heute meine Weine aus.Vor etlichen Jahren habe ich Rotweine erworben,bei denen der Verkäufer sagte,die solle ich noch mehrere Jahre im Keller lagern,denn mit zunehmendem Alter würden sie noch an Qualität gewinnen.
Heute frage ich mich,warum er diese Weine jetzt schon verkauft,wenn sie noch nicht trinkbar sind und ich glaube, das hat er nur gesagt,damit ich nicht sofort den Wein wegen Ungenießbarkeit reklamiere.
Also,um das Thema mit dem Gaumen abzuschließen,muß ich hier feststellen,daß ich nur noch Wein trinke, der mir schmeckt.
Da mein Weinhändler nach Südafrika ausgewandert ist,mußte ich mir was neues einfallen lassen,denn ganz verzichten wollte ich nicht, also habe ich ins Netz gesehen.
Eine Anregung hatte ich durch meinen Fahrradlieferanten http://www.fahrrad-online.de , denn da war die Adresse eines Weinhändlers und die habe ich einfach angeklickt und viel Neues gelernt.
Besonders interessant war für mich das Angebot in Weinschläuchen.
Wein in 3-10 Liter Behältern wie im alten Rom oder Athen.Die Adresse hörte sich gut an http://weinkontor-online.de und so habe ich Weinschläuche bestellt.
Eine Superidee für Parties und größere Einladungen zum Essen eine gute Sache und ein Thema für den ganzen Abend.
Alle Hobby-Sommeliers können zu diesem Thema beisteuern,sie trinken alles aus,der Gaumen meldet sich und
und trotz der eigenartigen Verpackung hat es allen,oder fast allen gut gemundet.
Mein zweiter Lieferant für Wein ist inzwischen “Rossmann”.Bei der Suche nach Taschentüchern und Klopapier fand ich plötzlich ein Weinregal mit einer kleinen Auswahl von ordentlichen Weinen zu günstigen Preisen.Von Baden über Frankreich und Spanien,sowie Italien ist alles dabei und eine große Liste gibt es unter http://www.rossmann.de/wein/
Beim Studium der Weinetiketten hatte ich plötzlich den bekannten Namen “Lemberger” gesehen und daneben lag ein trockener Riesling.
Mit € 4,95 kann man nicht so furchtbar viel falsch machen, deshalb waren diese beiden sofort im Einkaufskorb. Worauf kommt es an?
Das der Wein schmeckt ! Jede Beschreibung, jede Speisekarte,jeder Sommelier kann so lange,wie er will,Vorträge halten, nur der eigene Gaumen sagt, was schmeckt.
So bin ich bei http://www.rossmann.de gelandet und fühl mich gut dabei.Rossmann ist mein neuer Weinhändler und kein Klugscheißer erzählt mir,was mir schmeckt oder nicht.Ich erkenne das selbst,denn mein Gaumen und ich sind in einer Symbiose.
Ich muß jetzt nicht mehr über große Chateaus nachdenken oder überlegen, von wem ich einen Petrus bekommen könnte,ich kaufe meinen Wein bei Rossmann.
In einem italienischen Restaurant in Hamburg,Stammlokal der Medienpromis, wurde fast 2 Jahre lang ein Rotwein für € 55 getrunken und alle waren begeistert.
Der Wein hinter dem Etikett war billigste Ware und der Importeur sowie der Großhändler in Hamburg wurden zu schmerzlichen Strafen verurteilt, die Prominenz schämte sich, als sie erkennen mußten, daß ihr Gaumen in der Brieftasche versteckt war und alles riechen,schlürfen und gurgeln nicht zu einem guten Ergebnis geführt hatte.Man trank ihn, weil er teuer war,geschmeckt hat er jedoch nicht.

Mit dem Rad Andiarbeit !

Freitag, 1. Mai 2009

ADFC,AOK und das Bundesmnisterium für Verkehr,Bau und Stadtentwicklung sind die Initiatoren dieser Aktion.Dazu kommen diverse Sponsoren und es werden entsprechend viele Preise vergeben.In Hamburg beginnt die Aktion schon am 7.Mai !
Spätestens dann muß das Fahrrad fit sein,Technik überprüfen,Reifen und Schläuche notfalls auswechseln,Bremsen und Licht prüfen sind so die gängigen Dinge an die man denken muß.
Die Adresse im Netz für die Aktion:
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de
Eine gute Sache für Umwelt und Gesundheit.Auch beim http://www.adfc.de kann man alles über diese Aktion erfahren.
Alles Material,was noch schnell gebraucht wird liefert http://www.fahrrad-richter.de schnell und korrekt aus,daß ist jedenfalls meine Erfahrung und ich glaube,auch viele andere Kunden können das bestätigen.Das gute an diesem Shop ist einfach,daß sie nicht viel Bürokratie einsetzen,wie bei anderen Versendern.Ist das Geld auf dem Konto,geht die Ware sofort raus und ist am nächsten Tag schon an der Tür.Besser gehts nimmer,aber schlechter immer!
So nun den Helm aufsetzen,mitmachen und auch noch Freunde gewinnen,das Gleiche zu tun.Also Andiarbeit mit dem Rad und immer daran denken,wir haben in Deutschland RECHTSVERKEHR und auf der falschen Seite zu fahren,kann teuer werden,nämlich € 45 EURO und
auch die Kartei in Flensburg notiert einen( 1 ) Punkt,so kann man vom Süden über Nacht in den Norden kommen! Von Dunja Hayali gibt es noch keine Rückmeldung über einen Helmkauf,aber MdB Dirk Fischer ist auf seinen Radtouren Helmträger und das ist ja auch schon eine gute Meldung.
Seid alle nett miteinander.

Fahrradtest is not the Best

Dienstag, 28. April 2009

Die Stiftung Warentest hat 15 Trekking-Räder mit einem Preis von € 1000.- im Test gehabt und diesen auch veröffentlicht.
Das ZDF-Volle Kanne Service täglich-hat es sich nicht nehmen lassen,aus diesem Test die 3 Sieger vorzustellen.
Der Moderator Ingo Nommsen,immer gut für Gespräche mit Künstlern ,war in diesem Fall sicher ein wenig überfordert,denn seine Fragen an den Tester waren genauso diffus ,wie die Antworten des sogenannten Fachmanns von der Stiftung.
Von den 15 Bikes waren 5 lt.Test mangelhaft ,3 gut und die anderen 7 dazwischen.
Es gab einen Riß an einem Rahmen und Lenkerbrüche,Vorbaubruch und das billigste war natürlich das Beste.
Der Name,von der Kamera rangezoomt,
——-,und wie erstaunlich,dieses Trekking Bike war auch noch 100 € billiger als die Anderen.
Das ZDF Volle Kanne Magazin hat einen Tag vorher mit Dunja Hayali schon über Fahrradhelme gesprochen und das ist auch nicht gut ausgegangen.Morgen werden sie über Kinderräder berichten-da bin ich ja gespannt.
Wann sagt mal ein kompetenter Fachmann ,daß ein Fahrrad-Kinder-Trekking-Touren-City-Holland-BMX-Klapprad-Faltrad aus diversen Teilen von Zulieferern besteht und einzelne Komponenten an diesen Rädern u.U.nicht
die entsprechende Qualität haben.
Wenn der Lenker bricht oder der Vorbau ,ist das natürlich unangenehm oder auch gefährlich,aber dann sollte man die betroffenen Produkte bei ihrem Namen nennen,oder kann es sein,daß der gleiche Lenker an einem anderen Testrad durchgehalten hat?Denn so viele Lieferanten gibt es ja garnicht mehr.
Eines weiß ich mit Sicherheit:Der Fachhändler deines Vertrauens gibt dir den richtigen Rat und für € 1.000.- liefert ein Rad mit Spitzenqualität und garantiert wie Herr Hipp mit seinem Namen.
Seid nett mit Einander !

HelmTest oder schütze Deine Rübe !

Montag, 27. April 2009

Na endlich,der ADAC hat einen Test gemacht über Fahrradhelme oder Helme für Radfahrer. Das erfreuliche- von 10 getesteten sind 9 gut und einer befriedigend.Abus,Lazer,Met,KED“> sind nicht alle erwähnt,aber schützen auch den Kopf von Politikern,Moderatoren und Journalistinnen.
Dieser Test wurde heute morgen auch im ZDF-Rentner-Magazin veröffentlicht und die dort frühstückende Journalistin Dunja Hayali sagte ,daß sie viel mit dem Fahrrad in Berlin unterwegs ist ,aber sich noch keinen Helm gekauft hat ,weil sie am liebsten ohne Beiwerk Fahrrad fährt und der Helm sie stört,wenn sie vom Rad steigt und zu Fuß unterwegs ist.
Den ADAC-Test kann man im IT unter “www.adac.de” nachlesen und ganz erstaunt die Texte zu den Beurteilungen lesen.Da ist sehr viel Widersprüchliches darin,aber Hauptsache der Aussage ist und das finde ich sehr positiv-SCHÜTZE DEINE RÜBE- Dunja ,denn du hast nur die Eine. Für die Aufbewahrung hier noch ein TIP : Eine entsprechende Fahrradpacktasche kann eine Lösung des Problems sein.Hier ist eine Adresse für Dich: http://www.fahrrad-richter.de schick den Jungs eine Mail und die lösen Dein Problem.In Deutschland gibt es jährlich über 50.ooo Fahrradunfälle,da sollte man seinen Kopf schon schützen.Liebe Dunja Hayali sei Vorbild und Gib ein Zeichen.

Am Wegesrand liegt Fahrradschrott .

Samstag, 25. April 2009

So richtig geht das nicht in meinen Kopf,wenn Leute,die Umwelt auf den Fahnen stehen haben,ihr Schrottfahrrad am Gitter im Herbst anschließen und sich dann um nichts mehr kümmern.Irgendwann fällt es dann jemandem auf,die Polizei nimmt eine Anzeige entgegen,der leuchtend rote Aufkleber weist das Rad als registriert aus und es klebt weiter am Gitter.
So war das in Hamburg 3.100 mal im Jahr
2007 ,in Bonn ist um den Bahnhof herum auch alles voller Fahrradschrott,berichtet Ulrich Syberg vom ADFC in NRW,auch in Köln ist die Menge der entsorgten Räder erheblich.
In Hamburg gibt es eine Hotline der
Müllabfuhr mit dem Titel
“SAUBERE STADT” unter der Rufnummer 2576-1111 ,da man kann auffällige Räder melden.
Alles ein großer Aufwand mit kleiner Wirkung.Sag mir deine Meinung !

BILLI,DER FAHRRADFAHRER

Samstag, 18. April 2009


In der Kita ist Billi ein ruhiger nachdenklicher Junge mit seinen 3 Jahren.Aber er strahlt auch viel Fröhlichkeit und Optimismus aus und mit seinem Freund Hannes spielt er auch so manchen Streich.
Billi hat eine ,vielleicht auch mehrere große Leidenschaften.Also gerät er völlig aus dem Häuschen ,wenn die Feuerwehr mit Martinshorn in Betrieb durch die Straße fährt,an der er wohnt.
Auch Peterwagen,Rettungswagen und Baumaschinen gehören zu seinen bevorzugten Vehikeln.
Billi freut sich über jeden Polizisten,dem er begegnet und vor einiger Zeit hat einer dieser respektablen Männer ihm seine Visitenkarte gegeben,das war das Größte was passieren konnte,denn jetzt trägt er diese immer bei sich und zeigt diese ganz stolz seinen Freunden.
Als Billi 2 jahre alt war ,bekam er ein Laufrad und einen Sturzhelm .Jetzt muß Billi wohl bald sein erstes richtiges Fahrrad bekommen,denn er hat das Gefühl für die Balance voll entwickelt und fährt mit hochgezogenen Füßen jeden Hügel runter. Leider benutzt er die Handbremse nicht und bremst immer nur mit den Füßen,deshalb gibt eine Rücktrittbremse vielleicht mehr Sicherheit ?
Ich habe an das Team mit der guten Fachberatung schon eine Mail geschickt,http://www.fahrrad-richter.de/ damit die ein Rad für den kleinen Kerl und auch für seinen Freund Hannes empfehlen,aber ohne Stützräder,denn solche Zusatzhilfen brauchen die beiden Knirpse wirklich nicht.
Mal sehen,welches Puky Rad die Jungs empfehlen.